Der heilige Bonifatius

Namensgeber unserer Schule

 

Als einer der wichtigsten Missionare im Frankenreich wird Bonifatius seit dem 16. Jahrhundert als „Apostel der Deutschen" verehrt.

 

Er wurde 672/675 in Crediton/Wessex (England) als Sohn einer vornehmen Familie unter dem Namen Wynfreth (Winfrid) geboren. In den Benediktiner-Klöstern Exeter und Nhutscelle (Nursling) wurde er erzogen, wo er in letzterem im Alter von etwa 30 Jahren zum Priester geweiht wurde. Bevor er seine Missionstätigkeit begann, war er bereits als Gelehrter und Lehrer für Grammatik und Dichtung bekannt.

 

716 unternahm Winfrid eine erste Missionsreise zu den Friesen, die jedoch scheiterte. So verließ Bonifatius, noch Winfrid geheißen, im Spätsommer 718 ein zweites Mal England gen Rom und erhielt dort am 15. Mai 719 von Papst Gregor II. einen erbetenen, schriftlichen Missionsauftrag. Bei diesem Anlass erhielt er seinen Namen, einem Brauch zufolge den Namen des Heiligen, dessen Fest in Rom am Vortag gefeiert worden war: Bonifatius.

 

Bis 721 verbrachte er bei Bischof Willibrord in Friesland „Lehrjahre", indem er mit diesem gemeinsam bei den Friesen missionierte. 722 wurde er in Rom vom Papst zum Bischof geweiht und erhielt vom damaligen Frankenherrscher einen Schutz- und Geleitbrief, der ihm bei seinen Predigt- und Missionsaufenthalten in Hessen und Thüringen nutzte.

732 ernannte Papst Gregor III. Bonifatius zum Erzbischof des östlichen Frankenreiches und 738 zum päpstlichen Legaten für Germanien. In dieser Funktion legte Bonifatius die Grenzen der Bistümer Salzburg, Regensburg, Freising und Passau, später Eichstätt, Würzburg, Büraburg und Erfurt fest. 744 gründete er das Kloster Fulda. Höhepunkte seines Wirkens waren die Leitung der Synoden von 745 und 747 sowie 746 die Übertragung des Bistums Mainz an ihn als persönlicher Missionserzbischof des Papstes.

753 dankte Bonifatius als Bischof von Mainz ab und begab sich im Frühjahr 754 im Alter von über 80 Jahren erneut nach Friesland als Missionar. Dort wurde er am 5. Juni 754 zusammen mit 52 Gefährten bei Dokkum von Einheimischen erschlagen.

 

Bonifatius liegt im Dom von Fulda begraben. Die Untersuchung seiner Gebeine ergab, dass er mit einer Körpergröße von ca. 1,90m eine beeindruckende Erscheinung gewesen sein muss, welche durch seine Wortgewalt bei seinen Predigten noch vertieft wurde.

 

Quellen:

www.erzbistum-muenchen.de

www.kathpedia.com

www.wikipedia.de

Bild: privat